Vermeidung

Mit einem Anteil von 9,2 % des Treibhausgasausstoßes der ist die Landwirtschaft nach dem Energie- und Transportsektor drittgrößter Emittent an Treibhausgasen. Vor allem Methan und Distickstoffmonoxid werden durch die landwirtschaftliche Produktion freigesetzt.
Die aus der Landwirtschaft stammenden Emissionen in Österreich sind aufgrund von sinkendem Viehbesatz und reduziertem Einsatz von Mineraldünger, wie in vielen EU-Staaten, rückläufig, machen aber immer noch 8 % (im Jahr 2003) der gesamtösterreichischen Emissionen aus. Mit 53 % hat der Methanausstoß, der v.a. durch Rinderhaltung entsteht, den größten Anteil an den in der Landwirtschaft produzierten Treibhausgasen. Aber auch die Lagerung organischen Düngers sowie die Düngung selbst tragen zum Treibhausgasausstoß (Lachgas) bei.

Die Landwirtschaft kann auf verschiedene Arten zur Vermeidung eines Fortschritts des Klimawandels beitragen. Auf der einen Seite kann sie durch verbesserte Wirtschaftsmaßnahmen den Ausstoß von klimarelevanten Gasen reduzieren. So führt etwa die Verringerung des Einsatzes von Mineraldünger und Gülle zur Reduktion der Lachgasemissionen.
Auf der anderen Seite kann die Landwirtschaft durch ihre Arbeit mit Pflanzen und Boden Klimagase binden bzw. durch die Produktion erneuerbarer Energie zur Senkung des Schadstoffausstoßes beitragen.

Die Agrarumweltmaßnahmen im Rahmen des Grünen Paktes leisten auch hier Unterstützungsarbeit. Die Maßnahme „Förderung des Verzichts auf ertragssteigernde Betriebsmittel“ etwa will den Einsatz von Düngemittel reduzieren – Energie und Treibhausgase Kompost als Dünger, Quelle: BMLFUWwerden eingespart. Ebenso tragen Maßnahmen, die den Erhalt von Dauergrünland fördern, zum Klimaschutz bei. Dauergrünland schützt nicht nur Boden und Wasser, sondern bindet zudem auch Kohlenstoff aus der Atmosphäre.
Auch die Förderung der biologischen Landwirtschaft im Rahmen des ÖPUL hat positive Auswirkungen. Durch den Verzicht auf mineralische Dünger und synthetische Pflanzenschutzmittel, welche vor allem in der Produktion energieintensiv sind, wird Energie bei Produktion und (nicht erfolgter) Ausbringung gespart. Zudem fördert die Biologische Landwirtschaft verstärkt den Humusaufbau des Bodens, der Humus wiederum speichert CO2.

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