LAG Regionalentwicklung Vorarlberg
Beschreibung der LAG - Entwicklungsstrategie - Ziele der regionalen Entwicklung
Beschreibung der LAG
In Vorarlberg gibt es deutliche strukturelle Unterschiede zwischen dem Ballungsraum im Rheintal und dem ländlichen Umland. Das ländliche Gebiet muss große Anstrengungen unternehmen, um das sozioökonimische Gleichgewicht in den Talschaften zu erhalten. Dabei geht es nicht um Abgrenzung, sondern um den bewussten Umgang, die Chance den nahe liegenden Ballungsraum zu nutzen und die eigenen Strukturen zu stärken. 62 der 96 Vorarlberger Gemeinden haben die Herausforderung angenommen und eine gemeinsame Entwicklungsstrategie mit Maßnahmen festgelegt.
Die Schwerpunktsverantwortliche Landesstelle (SVL), die Umsetzung des LEADER-Programmes erfolgt durch die Lokale AktionsGruppe (LAG);
Lokale Aktionsgruppe - LAG-Vorarlberg
Die LAG-Vorarlberg wird vom Verein "Regionalentwicklung Vorarlberg" (ehemals Entwicklungsverein Natur- und Kulturerbe Vorarlberg) gebildet. Dazu wurden in einem Planungsprozess von Jänner bis September 2007 die Lokalen Entwicklungsstrategien (LES07-13) erarbeitet. Am 12. September 2007 hat der Verein die Strategien offiziell beschlossen und die Grundlage für den Antrag zur Beteiligung am Leader-Programm gelegt.
Der Verein setzt sich aus 62 Gemeinden des ländlichen Raums und aus 11 Fachorganisationen zusammen. Die beteiligten Gemeinden belegen 76% der Landesfläche von Vorarlberg und beherbergen 27% der Bevölkerung;
Grundlage der Organisation
Die Mitglieder (Gemeinden, Regionen, Fachorganisationen) bilden die Vollversammlung
Der gewählte Vorstand ist der Entscheiderkreis im Sinne der EU-Verordnung
Rechtliche Grundlage bilden: die Statuten und die Geschäftsornung
Der Vorstandsvorsitzende und der Vorstand wird alle drei Jahre gewählt.
Das LAG-Management wird nach einer Ausschreibung an ein professionelles Büro vergeben.
Entwicklungsstrategie
Das Leader-Programm Vorarlberg ist Teil der ländlichen Entwicklung Österreichs für den Zeitraum 2007-2013 (LE07-13). LEADER ist ein Querschnittsprogramm, welches die Umsetzung aller Schwerpunkte der ländlichen Entwicklung unterstützt. Nach EG-VO1698/2005 und dem nationalen Programm für die Entwicklung des ländlichen Raums handelt es sich um die Förderschwerpunkte:
- Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit für die Land- und Forstwirtschaft
- Verbesserung Umwelt und Landschaft
- Lebensqualität und Diversifizierung der Wirtschaft im ländlichen Raum
Das LES07-13 ist die Lokale Entwicklungsstrategie, die von der Regionalentwicklung zur Umsetzung des LEADER-Programms erarbeitet wurde.
Ziele der regionalen Entwicklung
Nach Aktionsfelder
Land-, Forstwirtschaft, Kulturlandschaft
Dieses Aktionsfeld beschäftigt sich verstärkt mit der Wertschöpfung land- und forstwirtschaftlicher Produkte in starker Verbindung mit dem Tourismus. Es geht auch um die gezielte Weiterentwicklung und Pflege der Kulturlandschaft, welche durch die Land- und Forstwirtschaft, aber auch durch den Tourismus, die Architektur und die Besiedelung im Allgemeinen geprägt ist. Mehr…
Dieses Aktionsfeld konzentriert sich auf die qualitative Entwicklung von Tourismus und Kleinstbetrieben. Der Bereich Tourismus, Handwerk und Gewerbe sind die beschäftigungsintensivsten Bereiche des Leader-Gebietes. Mehr…
Raumentwicklung, Infrastruktur, Mobilität
In diesem Aktionsfeld geht es um die gezielte Auseinandersetzung mit dem ländlichen Lebensraum. Grundlage für die Aktionen bildet die Erkenntnis, dass der Erhalt und die Weiterentwicklung der dörflichen Infrastruktur entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung des gesamten ländlichen Raumes nimmt. Die Aktivitäten konzentrieren sich daher auf die Stärkung der dörflichen Infrastruktur und auf den Ausbau verbesserter Bedingungen für die Mobilität. Zudem werden die Besonderheiten der Natur- und Kulturlandschaft für Einheimische und Gäste genutzt. Zu den Aktionen zählen auch langfristige Planungs- und Vorsorgemaßnahmen. Mehr…
Dieses Aktionsfeld konzentriert sich auf das Zusammenleben unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen und Geschlechter. Besondere Aufmerksamkeit gilt den jungen Familien, der Jugend und der älteren Bevölkerungsschicht. Diese Gruppen bilden einen Schlüssel in der ländlichen Entwicklung. Vereine sind ein entscheidender Faktor in der dörflichen Gemeinschaft, deren Förderung daher ein wichtiger Bestandteil. Mehr…
In diesem Aktionsfeld geht es um den Erhalt und die Weiterentwicklung des Humankapitals im angesprochenen Raum, um die Stärken zu stärken und um den Stellenwert und den Gebrauch der Kulturgüter der Region zu sichern. Es geht um die Weiterentwicklung des kulturellen Angebots und damit um einen Beitrag zur Steigerung der Lebensqualität. Ein besonderes Thema ist die „Inkulturnahme“ lokaler Besonderheiten, Stärken (z.B. Weißtanne, Käse, Handwerk, Kulinarisches); - Esskultur, Baukultur, Kultur im Umgang mit dem Gast, Vereinskultur, Theaterkultur, Fachkompetenz, Energiebewusstsein usw. Mehr…
Erneuerbare Energie, Energieeffizienz
In diesem Aktionsbereich steht die lokale Unabhängigkeit der Energieversorgung mit Wärme und Strom im Vordergrund. Gerade der ländliche Raum hat das Potenzial für erneuerbare Energie. Ziel ist es, diese in allen Formen (Biomasse, Wasser, Wind und Sonne) zu nutzen und als Teil der regionalen Kreislaufwirtschaft zu betrachten. Mehr…

