Tiroler Regionalmanagements bei Landeshauptmann Platter

Sie decken zwei Drittel der Tiroler Landesfläche und mehr als 40 Prozent der Bevölkerung ab. Die Rede ist von den acht Regionalmanagementvereinen, die sich in den Tiroler LEADER-Regionen um die strategische Ausrichtung und Umsetzung von zukunftsweisenden Projekten kümmern. Seit 2007 wurden 210 Projekte verwirklicht, die über 100 neue Arbeitsplätze geschaffen und zur Sicherung von weiteren 750 Arbeitsplätzen beigetragen haben. „Die acht Tiroler Regionalmangementvereine haben sich in den vergangenen Jahren zu dezentralen Denkerwerkstätten und Motoren der Regionalentwicklung mit deutlichen Beschäftigungsimpulsen entwickelt. Damit tragen sie in wirtschaftlich schwierigen Zeiten wesentlich zur Stabilität und Arbeitsplatzsicherheit in den Regionen Tirols bei.“ Mit diesen Worten würdigte LH Günter Platter anlässlich einer Fachtagung die Arbeit der engagierten Tirolerinnen und Tiroler in den Regionalmanagements. Einen besonderen Wert der Regionalmanagementvereine sieht Platter in der Verankerung vor Ort. „Die Ideen für die Regionen kommen aus den Regionen“, so der Landeshauptmann. Die Regionen müssen in Form regionaler Entwicklungspläne mittelfristige Ziele und Schwerpunkte setzen. Ausgerichtet sind die Regionalentwicklungsprojekte auf die jeweiligen Stärkefelder einer Region. Zusammenarbeit, auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, wird groß geschrieben. 60 Millionen Euro in den Regionen investiert
Die Regionalmanagementvereine sind eine wichtige regionale Drehscheibe für die Initiierung, Beratung und Begleitung von EU-Projekten. Die Vereine werden von der EU zur Hälfte kofinanziert. Seit 2007 sind rund 60 Millionen Euro in Projekte zur nachhaltigen regionalen Entwicklung geflossen. Eines der aktuellen Projekte ist im Regionalmanagement Imst entstanden. Mit „Climbers Paradise“ hat man es sich zum Ziel gesetzt, nicht nur den Bezirk Imst, sondern ganz Tirol zu einer anerkannten Kletterdestination zu entwickeln. Sieben der acht Regionalmanagements und 19 Tourismusverbände arbeiten gemeinsam an der Schaffung einer Kletterinfrastruktur und maßgeschneiderten Angebotspaketen für den meist jungen Klettergast. Auch das Land Tirol, die Tirol Werbung und diverse Unternehmen beteiligen sich am Projekt. „Klettern ist für das Sportland Tirol ein Zukunftsmarkt“, zeigt sich Tourismusreferent LH Günther Platter von „Climbers Paradise“ angetan. Auch wenn ein Großteil der Projekt einen touristischen Hintergrund hat, gibt es eine große inhaltliche Vielfalt. Unter dem Titel „GERN lesen und GUT lesen“, hat sich der Regionalmanagementverein Wipptal mit Südtirol zusammengeschlossen, um in Volks- und Hauptschulen nördlich und südlich des Brenners die Lust am Lesen zu wecken. Lesefertigkeiten zu verbessern und die literarische Bildung zu forcieren.


  BU:


Vorne v.l.: Günther Kofler, Obmann Regionalmanagement Pillerseetal-Leogang; LH Günther Platter; Arno Abler, Obmann Regionalmanagement Mittleres Unterinntal; Mitte v.l.: Franz Gallop, Obmann Regionalmanagement Imst; Christian Felderer, Obmann Regionalmanagement Wipptal; Erwinn Schiffmann, Obmann Regionalmanagement Osttirol; Gerhard Witting, Obmann Regionalmanagement Landeck, Klaus Manzl, Obmann Regionalmanagement Hohe Salve; Hinten v.l.: Christian Stampfer, Abt. Raumordnung - Statistik;  Vinzenz Knapp, Obmann Regionalmanagement Außerfern. Foto: Land Tirol / Mück, Abdruck honorarfrei.  

zurück
Artikelaktionen