LAG Oststeirisches Kernland
Beschreibung der Region - Beschreibung der LAG - Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte
Beschreibung der Region
Die Leader-Region Oststeirisches Kernland verfolgt eine klare Positionierung mit dem Leitthema „Neue Zeitkultur“, verstanden als neu gedachte Zeit- und Lebensqualität. In Folge dieser Positionierung wurde die Initiative für Neue Zeitkultur ins Leben gerufen. Sie soll Zeit in allen Lebensaspekten als eine gestaltbare Dimension bewusst machen. Die persönlichen Verwendungsmöglichkeiten von Zeit (etwa in der Freizeit), aber auch ökonomische Zeitnutzungen (Arbeitszeit oder Produktionsprozess) sind dabei zu analysieren, zu diskutieren, zu hinterfragen. Der Schwerpunkt „Zeitkultur“ ist ein Querschnittsthema, dem weitere regional bedeutsame Themen untergeordnet sind: etwa die Arbeitsfelder „Soziale Ökologie“ und „Kreativwirtschaft“.
Beschreibung der LAG
Das „Oststeirische Kernland“ oder die „Kernregion“ (Arbeitstitel) ist eine von 19 LEADER-Regionen in der Steiermark während der Strukturfondsperiode 2007 bis 2013. Die Region besteht aus 35 Gemeinden der Bezirke Weiz, Hartberg und Fürstenfeld mit zusammen etwa 46.000 EinwohnerInnen und geografisch-topografisch aus sechs Teilregionen, die auch thematische Schwerpunkte andeuten: die Kleinregion Anger als Teil der touristischen Region Apfelland Stubenbergsee mit dem Markt Anger, die Kleinregion Kulmland um den Markt Pischelsdorf, die Kleinregion Herzland-Herberstein-Stubenbergsee mit den Gemeinden des mittleren Feistritztales, die Kleinregion Naturpark Pöllauer Tal, deckungsgleich mit der touristischen Region um den Markt Pöllau, die Kleinregion Ökoregion Kaindorf um den Markt Kaindorf und die Kleinregion Hartberg um die Bezirkshauptstadt Hartberg. Die EinwohnerInnenzahl der genannten Marktgemeinden liegt zwischen 850 und 2.500, die der Bezirkshauptstadt um 6.600.
Ziele - Strategie - Entwicklungsschwerpunkte
Wir leben in einer Zeit von Leistungssteigerung, Beschleunigung und Flexibilisierung. Dennoch oder vielmehr gerade deswegen finden Begriffe wie „Entschleunigung“, „Bewusstwerdung“ oder „Rückbesinnung“ immer mehr Beachtung. Sie scheinen allesamt auf eine Sehnsucht nach einer engeren Beziehung zur Natur und nach mehr Gelassenheit im täglichen Leben zu verweisen.
Ideen zur „Entschleunigung“, etwa Zeit für Genuss, sind zu bedeutenden Leitmotiven in Konzepten zur Regionalentwicklung und den daraus resultierenden Vermarktungsstrategien geworden. Es sind Trends europäischer Regionalentwicklung, die nicht primär strategiegeleitet entstanden sind, sich aber umso mehr im kollektiven Bewusstsein verankert haben. Eines der besten Beispiele: „Slow Food“, als regionalbezogener Gegen-Trend zum globalen „Fast food“ entstanden, vereint in vorbildlicher Weise alle Grundsätze der europäischen Leader-Philosophie.
Neue Management-Leitlinien dieser „Slow-Bewegung“ gehen von verantwortungsbewussten und mündigen Konsumenten aus, die sich mit Problemen wie Umweltschäden, Kinderarbeit oder Menschenrechten auseinandersetzen.
Die Initiative für Neue Zeitkultur will entsprechende Ideen bündeln und für die Region Oststeirisches Kernland auf vielfältige Weise diskutieren und in die Praxis umsetzen. Die Initiative setzt dabei auf konkrete Projekte, von der Landwirtschaft über die Kultur bis zur Philosophie, auf Veranstaltungen und auf Bewusstmachung. Die Initiative soll so eine Lobby werden für die intensive Beschäftigung mit Zeit und mit allgegenwärtigen Stressfaktoren, mit Fragen der Entwicklung und der Nachhaltigkeit sowie mit der Wiederentdeckung bewährter Strategien im Umgang mit der Zeitdimension.

