Forstwirtschaft
Entsprechend der Ziele, die durch die Umsetzung von Forstmaßnahmen verfolgt werden, sind auch die Schwerpunktthemen gestaltet. Die wichtigsten Ziele bei der Umsetzung sind:
- Die nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder unter dem Aspekt der Multifunktionalität. Ganz bewusst werden im Gegensatz zu anderen Regionen der Erde die Wälder in Österreich nicht nur zur Holzproduktion oder zum Schutz von Arten genutzt. Auf der Fläche sind sowohl Nutz-, Wohlfahrts-, Erholungs- als auch Schutzfunktion sicherzustellen. Alle Maßnahmen, die in Achse 1 auf der Waldfläche greifen, berücksichtigen bzw. dienen selbstverständlich auch dem Naturschutz.
- Die Maßnahmen sollen die Konkurrenzfähigkeit der Forstwirtschaft erhöhen und damit eine nachhaltige Bewirtschaftung der Wälder sichern. Holz ist Österreichs bedeutendster erneuerbarer, stets nachwachsender Rohstoff, der auch Zukunft hat. Die Wälder dienen als Rohstoffquelle für die Herstellung erneuerbarer, umweltfreundlicher Erzeugnisse und Energie.
- Der Nutzen der Wälder für die Bevölkerung und den Waldbesitzer selbst soll erhöht werden. Von Wald und Holz sind in Österreich rund 250.000 Arbeitsplätze direkt abhängig, es gilt den wirtschaftlichen Wohlstand zu sichern. Der umfangreiche Einsatz von Holz und eine nachhaltige Waldbewirtschaftung sichern den regionalen Kohlenstoffkreislauf und können wesentlich zur Abschwächung des Klimawandels beitragen. Ein nachhaltige Waldbewirtschaftung trägt wesentlich zur Erhaltung der Biodiversität und einer ausgeglichenen Wasserbilanz bei und verhindert Bodenerosion.
- Die Forstmaßnahmen in der Ländlichen Entwicklung sind ein wesentlicher Beitrag zur Umsetzung der Forststrategie der Europäischen Gemeinschaft und der Entschließung der Ministerkonferenz über den Schutz der Wälder in Europa.
Zusätzlich wird bewusst auf den Österreichischen Walddialog hingewiesen, der ein Netzwerk aller am Wald interessierten Gruppen darstellt. Zahlreiche Aktivitäten, die im Zusammenhang mit der Entwicklung des Ländlichen Raumes stehen, sind im Arbeitsprogramm enthalten.
Forstlich relevante Maßnahmen im Programm für die Ländliche Entwicklung
Forstmaßnahmen sind in allen Achsen des Programmes zur LE 2007 - 2013 enthalten und werden vor allem in der Sonderrichtlinie Wald & Wasser im Detail definiert. Alle Maßnahmen zielen auf die Multifunkionalität ab. Das bedeutet, dass alle Funktionen des Waldes gestärkt werden sollen, eine einseitige Betrachtungsweise ist dem Waldbewirtschafter in Österreich fremd.
Forstmaßnahmen im Rahmen der Achse 1 "Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft"
- M 122: Verbesserung des wirtschaftlichen Wertes der Wälder
- M 123: Erhöhung der Wertschöpfung der land- und forstwirtschaftlichen Primärerzeugung
- M 124: Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Technologien in der Land- und Ernährungswirtschaft sowie im Forstsektor
- M 125: Verbesserung und Ausbau der Infrastruktur zur Entwicklung und Anpassung der Land- und Forstwirtschaft
Forstmaßnahmen im Rahmen der Achse 2 "Verbesserung der Umwelt und der Landschaft
- M 221: Erstaufforstung landwirtschaftlicher Flächen
- M 224: Zahlungen im Rahmen von Natura 2000
- M 225: Zahlungen für Waldumweltmaßnahmen
- M 226: Wiederaufbau des forstwirtschaftlichen Potenzials und Einführung vorbeugender Aktionen
Zudem gibt es Maßnahmen im Rahmen der 1. Achse, die unmittelbar in Zusammenhang mit der Forstwirtschaft stehen bzw. durch Aktivitäten forstlicher Akteure zur Stärkung des Ländlichen Raumes und des Forstsektors selbst beitragen. Zusätzlich sieht die Forstwirtschaft großes Entwicklungspotential im Bereich der Achse 4 "Leader"
- M 321: Dienstleistungseinrichtungen zur Grundversorgung für die ländliche Wirtschaft und Bevölkerung
- M 331: Ausbildung und Information
- M 341: Kompetenzentwicklung, Förderveranstaltungen und Durchführung
Weitere Informationen finden Sie im Österreichischen Programm für die Entwicklung des Ländlichen Raumes.

