Forstwirtschaft der Bodenseeländer sieht positive Marktentwicklung
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Preiserhöhungen im Schnittholzbereich umgesetzt Bebenhausen, 31. März 2011 (aiz.info). - Waldbesitzervertreter aus der Schweiz, Frankreich, Österreich, Bayern und Baden-Württemberg trafen sich kürzlich zu den traditionellen Holzmarktgesprächen der Bodenseeländer. Dabei wurde die aktuelle Situation des Holzmarktes analysiert und die zukünftige Entwicklung eingeschätzt. Die Wirtschaftskrise ist in den meisten exportorientierten europäischen Ländern überwunden und die Firmen der Holzindustrie sind überwiegend gut mit Aufträgen versorgt. Insbesondere im Bereich der Nadelholz-Sägeindustrie hat die Nachfrage nach Schnittholz in diesem Jah r früher eingesetzt als im Vorjahr. Daher konnten bereits in den letzten Wochen Preiserhöhungen im Schnittholzbereich umgesetzt werden. Weitere Preisanhebungen wurden von Sägerseite bereits angekündigt. Insgesamt ist die Nachfrage nach Nadelsägerundholz in Frankreich und im direkt angrenzenden westlichen Landesteil Baden-Württembergs etwas verhaltener als im östlichen Teil, in Bayern, der Schweiz und in Österreich. In der Schweiz wurde die Entwicklung der Rohholzpreise durch die gleichzeitige Stärkung des Frankens teilweise kompensiert. Preise für Sägenebenprodukte auf Höchststand Insgesamt sind die Werke nach Angaben der Experten gut mit Holz versorgt, wobei Befürchtungen vor allem der Nadelholzsäger bestehen, dass es ab Ende April zu einer Versorgungslücke kommt. Weniger gut mit Holz bevorratete Firmen bezahlen aktuell für Fichte B/C 2b+ bereits Preise über EUR 100,- je Festmeter. Aufgrund des frühen Wintereinbruchs im November/Dezember 2010 wurde im Kleinprivatwald - mit Ausnahme Österreichs - wenig Holz eingeschlagen. Der sogenannte "Frühjahrsbuckel " wird in diesem Jahr in Deutschland ausbleiben und die Versorgungslage der Werke mit Nadelsägerundholz in den nächsten Monaten verschlechtern. Einige Nadelholzsäger in der BRD und in Frankreich legen daher in gewissem Umfang Nasslager zur Ergänzung der Sommerversorgung an. Katastrophe in Japan kann mittelfristig zu mehr Nachfrage nach Schnittholz führen Die Nachfrage nach Buchenstammholz mittlerer Qualität ist in den meisten Ländern bei relativ niedrigen Preisen gut. Teilweise wurde mit Kunden ein verlängertes Auslieferungsziel vereinbart, um Lieferrückstände durch den frühen Wintereinbruch aufzuholen. Vielerorts wurden von den Kunden zu geringe Mengen unter Vertrag genommen. Es werden daher keine freien Buchenstammholzmengen zum Ausgang der Saison am Markt vorhanden sein. Preislich besteht aus Waldbesitzersicht für die kommende Saison 2011/2012 Nachholbedarf. Schwächeres Buchenstammholz fließt bei attraktiven Preisen vermehrt in den aufnahmefähigen Energieholzmarkt. Buchenindustrieholz erfreut sich aufgrund der hohen Zellstoffpreise und als Baumwollersatz in Viskosefasern einer sehr guten Nachfrage. In Frankreich und in der Schweiz ist die Nachfrage nach Industrieholz etwas verhaltener. Mit dem Verlauf der Submissionen sind die Waldbesitzer insgesamt zufrieden - die Eiche konnte ihren Preis halten, für Esche gab es preislich und mengenmäßig deutliche Zugewinne. Bessere Buchenstammholz-Qualitäten sind nach wie vor wenig nachgefragt. Waldbesitzer erwarten anziehende Nadelrundholzpreise |

